Lenin, die Deutschen und der Zarenmord

Foto: Andreas Lander

Für den Historiker Jörg Friedrich ist klar: „Lenin ist eine der großen Geißeln des Menschengeschlechts, er trägt die persönliche Verantwortung für die Tötung von Millionen“ und der Mord an der Zarenfamilie ist die „Keimzelle“ aller dieser Verbrechen.

Zar Nikolaus II., seine Frau Alexandra, ihre Töchter Olga, Tatjana, Maria, Anastasia und der 13jährige Thronerbe Alexej werden im Sommer 1918 von einem Sonderkommando der Tscheka, der kommunistischen Geheimpolizei, getötet. Inzwischen steht fest, dass der Befehl zur Exekution der Zarenfamilie direkt von Lenin kam.

Über Lenins Motivation wird bis heute ebenso spekuliert, wie über die Rolle den die Diplomaten und Militärs des Deutschen Kaiserreichs in diesem Drama spielten. Der Historiker Jörg Baberowski stellt fest, dass Lenin und Wilhelm II. ein Ziel einte: die Destabilisierung Russlands.

Die GMD-Folge „Lenin, die Deutschen und der Zarenmord“ rekonstruiert die Ereignisse vom Sturz des Zaren im Februare 1917 bis zu der Blutnacht vom 17.Juli 1918. In Spielszenen und flankiert von Dokumenten und Archivaufnahmen zeigt der Film auf, wie Lenin und die Diplomaten des deutschen Kaisers über alle ideologischen Schranken hinweg zum gegenseitigen Nutzen kooperierten und so nicht zuletzt das tragische  Schicksal der Zarenfamilie besiegelten. 

Buch/Regie: André Meier

Regie Spielszenen: Peter Pippig

Kamera: Torbjörn Karvang/ André Böhm

Schnitt: Patrick Basedow / Thomas Kleinwächter

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producer: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Martin Brambach als Lenin
Karla Trippel als Krupskaja

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander

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Sendetermin: 17.07.2016, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN