Erich Honecker – Der Weg zur Macht

Foto: Saxonia Entertainment GmbH/ Angela Liebich

26. April 1971 - ein ganz normaler Frühlingstag. Die Menschen in der DDR gehen ihren vertrauten Beschäftigungen nach. Nichts deutet darauf hin, dass dies einer der bedeutendsten Tage in der Geschichte der DDR werden wird, als sich am frühen Morgen Erich Honecker mit seinem Begleitschutz auf den Weg zu Walter Ulbrichts Ferienhaus am Döllnsee macht. Doch der zweitmächtigste Mann der DDR plant Ungeheuerliches: Er will Walter Ulbricht absetzen, sich selbst an die Spitze von Partei und Staat stellen. Der Film zeichnet die Ereignisse jenes Tages detailliert nach und erzählt in Rückblenden die wechselvolle Geschichte der beiden wichtigsten Männer der DDR.

Wie konnte es dazu kommen, dass ausgerechnet Erich Honecker, das Ziehkind Ulbrichts, diesen aus dem Amt drängen will? Honecker, der seinen Aufstieg ausschließlich Walter Ulbricht zu verdanken hat?

Der Film beleuchtet – eingebettet in die dramatischen 24 Stunden jenes Apriltages – eine der spannendsten Zeiträume der DDR-Geschichte. Es ist die Zeit des Aufstiegs Honeckers vom hoffnungsvollen FDJ-Chef hin zu dem Mann, der an entscheidender Stelle in die Operation „Mauerbau“ involviert war und damit Weltgeschichte geschrieben hat, bis hin zur vollständigen Übernahme der Macht im Frühjahr 1971. Ein Aufstieg, den damals wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte. Immer wieder gab es Rückschläge für den gelernten Dachdecker. Mal kosten ihn seine Frauengeschichten beinahe seine Karriere, mal sind es politische Misserfolge oder politische Intrigen seiner Gegner. Doch Honecker geht unbeirrbar seinen Weg. Die Auswirkungen seines Handelns auf das Leben in der DDR waren enorm – zunächst als getreuer Vollstrecker der Politik Walter Ulbrichts, später immer mehr als sein heimlicher Gegner – wie zum Beispiel in der Jugend- und Kulturpolitik. Denn Erich Honecker ist gewieft: mal ist er offiziell auf Ulbrichts Seite, mal hinter den Kulissen auf der seiner Gegner. Damit treibt er ein gefährliches Spiel – das ihn nicht nur einmal gefährlich nah an den Abgrund bringt...

Bildergalerie

Autor/Regie: Christian Schulz

Regie Spielszenen: Pepe Pippig

Kamera: Jürgen Rehberg, Michael Baum

Produktionsleiter: Sascha Beier

Producer: Gabriela Reichelt

Produzentin: Simone Baumann

Sendetermin: 19.08.2012 um 20.15 Uhr im MDR Fernsehen

 

Fotos: Andreas Lander, Angela Liebich