Reinhard Gehlen – Der Meisterspion und die Nazis

Foto: Saxonia Entertainment GmbH / Angela Liebich

März 1945 - die letzten Kriegstage in Mitteldeutschland. Einer der wichtigsten Männer in Hitlers fanatischem Kampf gegen die Sowjetunion trifft Vorbereitungen zum Seitenwechsel: Reinhard Gehlen, Chef der Spionageabteilung "Fremde Heere Ost", kopiert seine brisanten Spionage-Unterlagen auf Mikrofilm und beschließt, sich damit den Amerikanern zu stellen.

So beginnt eine der wichtigsten Karrieren in den westlichen Besatzungszonen. Der gebürtige Erfurter wird Chef der "Organisation Gehlen" und später erster Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Seine Mission: Spionage für den Kampf gegen den Kommunismus, die DDR, die Sowjetunion. Seine Achillesferse: Er übernimmt etliche Alt-Nazis in seinen Dienst.

Von der DDR-Propaganda wird er bald als Prototyp der Alt-Nazis dargestellt, die in Adenauers Republik Karriere machten. Und seine sowjetischen Gegner nutzen seine Schwäche aus und schleusen einen Doppelspion in den BND: Heinz Felfe, selbst ehemaliger Nazi, wird bald tausende Dokumente und andere brisante, hoch geheime Informationen aus dem direkten Umfeld Gehlens nach Moskau verraten.

Welche Rolle spielen die ehemaligen Nazis tatsächlich in Gehlens Organisation? Werden sie ihn am Ende die Karriere kosten? Und wie schafften es die kommunistischen Gegner, einen Spion so dicht an der Spitze des BND zu platzieren? All dies beleuchtet der Film und begleitet dafür zum ersten Mal die 2011 von BND und Bundeskanzleramt eingesetzte Historikerkommission. Ihre Aufgabe ist, die Vergangenheit des Geheimdienstes und seine Verstrickungen mit hochrangigen früheren Nationalsozialisten aufzuarbeiten.

Bildergalerie

Autor/Regie: Christian Schulz

Regie Spielszenen: Pepe Pippig

Kamera: Jürgen Rehberg, Michael Baum

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producer: Gabriela Reichelt

Produzentin: Simone Baumann

Sendetermin: 09.09.2012 um 20.15 Uhr im MDR Fernsehen

 

Fotos: Angela Liebich & Andreas Lander