Lotte Ulbricht - Zwischen Parteidisziplin und Mutterrolle

Foto: Andreas Lander

Ein eigenes Kind ist ihr sehnlichster Wunsch. 1946 geht er in Erfüllung: Ein Waisenmädchen aus Dresden. Endlich, mit 43 Jahren, darf auch sie Mutter sein: Lotte Kühn, SED-Pressereferentin, Lebensgefährtin und bald auch Ehegattin von Walter Ulbricht.

Jahrzehnte später gibt die Adoptivtochter der Ulbrichts einem Boulevardblatt ein Interview: Lotte Ulbricht habe sie nie geliebt, war kalt, rabiat und herrschsüchtig – eine böse Frau. Ein vernichtendes Urteil. Ob es stimmt und was sich dahinter verbirgt fragt ein neuer Film der MDR-Reihe „Geschichte Mitteldeutschlands“. Die aufwändige Spurensuche führt in das Labyrinth eines lange und streng gehüteten Geheimnisses. Ein Drama zwischen Mutter und Tochter – voll Tragik, enttäuschter Hoffnungen und zerstörtem Familienglück. Eine Geschichte vom Scheitern, die einen neuen Blick auf das Leben der Frau eröffnet, die für Jahrzehnte die mächtigste der DDR war.

Buch/Regie: Steffen Jindra

Regie Spielszenen: Peter Pippig

Kamera: Torbjörn Karvang/ Frank Menzel

Producer: Katrin Thomas

Produktionsleiter: Sascha Beier

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Angeline Anett Heilfort als junge Lotte Ulbricht
Karin Oehme als ältere Lotte Ulbricht
Stephan Boden als Walter Ulbricht
Susanne Bredehöft als Elsa Fehnske
Stella Hilb als Luise Schälike

Bildergalerie

Sendetermin: 02.08.2015, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander