Hitler. Ein Attentat und die Drahtzieher aus Magdeburg

Foto: Andreas Lander

Darf man Adolf Hitler töten? Muss man ihn sogar töten?  Menschenleben retten, indem man mordet? Zwei Männer aus Sachsen-Anhalt haben diese Fragen für sich mit einem klaren ja beantwortet. 

Der 20. Juli 1944 , das Stauffenberg Attentat, gilt zwar als Chiffre für den militärischen Widerstand gegen Hitler. Nie waren die Verschwörer, wie die Nazi Propaganda sie nannte, näher an ihrem Ziel: Adolf Hitler zu töten und Deutschland von dem Diktator zu befreien. Doch es war nicht das erste Attentat das führende Militärs planten. Bereits ein ein halb Jahre zuvor führten zwei Männer aus Sachsen-Anhalt ein Bombenattentat auf Hitler aus: Henning von Tresckow und Fabian von Schlabrendorff.

Am 13. März 1943 soll der Führer sterben. Es ist ein Samstag – in Hitlers Terminkalender steht ein Routinebesuch an der Ostfront. Alles andere als Routine ist dieser Tag für  die beiden preußischen Offiziere. Sie sind die Köpfe hinter einem Attentat, das der Auftakt zu einem Staatsstreich sein soll. Streng geheim und in permanenter Lebensgefahr haben sie monatelang Antworten gesucht auf die am Ende alles entscheidende Frage:  Wie tötet man Adolf Hitler? Wie tötet man den am besten geschützten Massenmörder der Weltgeschichte?

Das herauszufinden ist nicht einfach: Die wichtigsten Unterlagen und Dokumente von SS, GESTAPO und Reichsicherheitsdienst wurden kurz vor Kriegsende vernichtet. Der Widerstand hielt aus Sicherheitsgründen nichts auf Papier fest.  Geschichte Mitteldeutschland hat mit führenden Wissenschaftlern und den Kindern der beiden Attentäter gesprochen sowie deren Nachlass und die wenigen Quellen die es gibt ausgewertet. So gelang es uns einen Blick hinter die offizielle Fassade der beiden Männer zu werfen und ihre Motive zu verstehen. Außerdem konnten wir die Ereignisse des Tages und die Vorbereitung minutiös rekapitulieren. Wie die beiden Offiziere aus Sachsen-Anhalt die Welt vom größten Verbrecher der Welt, Adolf Hitler, befreien wollten.

 

Buch/Regie: Frank Gensthaler

Regie Spielszenen: Peter Pippig

Kamera: Torbjörn Karvang / Ralf Heinze / Maxim Chomenko

Schnitt: Patrick Basedow / Maik Klinnert / Jürgen Boll

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producer: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung: 
Holger Handtke als Henning von Treskow
Andreas Berg als Fabian von Schlabrendorff

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander

Bildergalerie

Sendetermin: 31.07.2016, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN