Bornholmer Straße - Die Doku

"Bornholmer Straße" wird als großes TV-Movie in der ARD zum 25. Jahrestag an den Tag der Öffnung der Berliner Mauer erinnern. In dem Film geht es in erster Linie um die Entscheidungen, die in dieser historischen Nacht am gleichnamigen Grenzübergang in Berlin getroffen wurden. Wie kam es dazu, dass eine Handvoll Verteidiger der Mauer diese vor dem aufgebrachten Volk nicht mehr verteidigen konnten, nicht mehr verteidigen wollten? Der Fernsehfilm spielt in einer Nacht, er wählt konsequent eine Perspektive, indem er die Innensicht einer kleinen Gruppe des DDR-Machtapparates in den Mittelpunkt stellt. Ein Kammerspiel mit bisweilen tragisch-komischen Momenten, das dazu beitrug, dass in wenigen Stunden das ganze Gebäude eines Staates einstürzte und Teilung Europas überwunden wurde. Im Mittelpunkt steht ein Oberstleutnant, gespielt von Charly Hübner. Das historische Vorbild: Harald Jäger, der damalige Leiter des Grenzübergangs.

Daran anschließend geht die Dokumentation in der Chronologie einen Schritt zurück. Denn dieser Tag, der 9. November 1989, begann ja für alle Protagonisten als ein ganz normaler Tag. Sie werden uns also reinführen in den Alltag eines Landes, dessen Lage düster war. Für jeden war das spürbar. Unsere Zeitzeugen lassen uns teilhaben an den Sorgen, die sie im Alltag bedrückten: die schlechte Versorgungslage, die extreme Unterdrückung durch die Staatsorgane, die Trennung der Familien (viele Angehörige sind ja im Sommer und Herbst in den Westen geflohen), die miese Stimmung am Arbeitsplatz. Und über allem die bange Frage: Wie wird es weitergehen? Wird sich unter Krenz etwas ändern? Wird der Protest am Alex, nur wenige Tage zuvor, etwas bewirken?

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Autor / Regie: Peter Adler

Kamera: Eugen Schlegel

Schnitt: Bernhard Sehne

Produktion: Karsten Schünemann, Sascha Beier

Produzentin: Simone Baumann