In den Strahlen der Sonne

Es ist nicht einfach nach Nordkorea zu kommen. Nur wenige Ausländer bekommen die Gelegenheit das Land zu bereisen. Der russische Filmemacher Vitalij Manskij bekam die Genehmigung, innerhalb von zwei Jahren dreimal für längere Zeit nach Nordkorea zu fahren und dort zu drehen.

Mit „In den Strahlen der Sonne“ durfte er einen Film machen, der dem Rest der Welt das perfekte Leben in einem perfekten Staat zeigen soll. „Mein Vater sagt, dass Korea das schönste Land der Welt ist. Bei uns geht die Sonne als erstes auf.“, sagt Sin Mi, die achtjährige Heldin des Films.

Ein Jahr lang begleitet Manskij sie und ihre Familie. Er zeigt ein perfektes Mädchen in einer perfekten Schule. Die perfekte Tochter perfekter Eltern, die in einem perfekten Apartment im Zentrum der Hauptstadt leben und in perfekten Fabriken arbeiten. Er zeigt, wie dieses Mädchen den Jungpionieren beitritt und darauf vorbereitet wird Teil einer perfekten Gesellschaft zu werden. Einer Gesellschaft in der jeder bereit ist, sein Leben dafür zu geben, damit diese perfekte Welt auch in Zukunft erhalten bleibt. Damit all die glücklichen Menschen des Landes auch weiterhin unter den „Ewigen Strahlen der Sonne“, dem Symbol des Großen Führers des nordkoreanischen Volkes Kim Il-sung, leben können.

Manskij zeigt in seinem Film, dass es in Nordkorea nicht möglich ist, unabhängig Filme zu drehen. Alles was wir sehen, ist inszeniert von den koreanischen staatlichen Behörden vorgegeben. Trotzdem gibt der Film einen einzigartigen Einblick in das alltägliche Leben der Bewohner der Hauptstadt Pjöngjang. 

 

Länge:  90 / 106 min

Regie: Vitaly Mansky

Musik: Karlis Auzans

Kamera: Alexandra Ivanova, Mikhail Gorobchuk

Schnitt: Andrej Peperny

Ton: Evgeniya Lachina, Anrijs Krenbergs

Produzenten: Natalya Manskaya, Simone Baumann, Filip Remunda

Produktion:
Vertov.Real Cinema in Koproduktion mit Saxonia Entertainment GmbH, Hypermarket Film und MDR

Weltvertrieb: Deckert Distribution Leipzig

Das Projekt wird gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM).

Kinostart: 10.03.2016

Sendetermin: 27.11.2016, MDR FERNSEHEN