Bis in die Puppen

Bis in die Puppen

Saxonia Entertainment dreht GMD-Folge über Käthe Kruse

„Halt, halt, halt. Kann mal jemand das Straßenschild da draußen verschwinden lassen, das sieht man durchs Fenster“, Regisseur Dirk Otto beugt sich vom Kontrollmonitor hoch und zeigt auf das kleine runde Ding am Bildrand. Das Zimmer auf dem Bildschirm sieht aus wie aus der Zeit gefallen, Brauntöne, antike Möbel, eine mechanische Nähmaschine.

Die junge Käthe Kruse wird in einer Spielszene für eine neue Folge von „Geschichte Mitteldeutschlands“ hier gleich an einer ihrer Puppen arbeiten, für die sie später Weltruhm erlangt. Da passt ein Straßenschild nicht, auch nicht klein, am Bildrand und von hinten. Zwei Mann aus der Crew verhüllen den Störenfried, dann kann der Dreh beginnen.

Das alte Caféhaus

Die Crew der Saxonia Entertainment dreht an diesem Tag im Mai Spielszenen für die Käthe-Kruse-Folge in einem Altenburger Restaurant. „Wir haben ein Caféhaus um das Jahr 1900 gesucht, weil Käthe Kruse im Berliner Café des Westens ihren zukünftigen Mann Max Kruse kennenlernt“, sagt Producerin Gabriela Reichelt. Das Altenburger Restaurant ist im MDM Location-Guide verzeichnet, ein wichtiger Hinweis für die GMD-Redaktion.

Bei der Besichtigung vor dem Dreh kam dann richtig Freude auf bei den GMD-Produzenten. In dem Altenburger Restaurant passt alles so gut, dass hier gleich noch die Szenen der Berliner Wohnung der Kruses aufgenommen werden können. Und so richten sich die Filmleute zwei Tage lang zwischen den alten Möbeln ein.

Lebendige Geschichte(n)

Der Zeitplan ist straff, bis in die Abendstunden arbeitet die GMD-Mannschaft in Altenburg. Die sogenannten Reenactment-Szenen sind schließlich ein wichtiges Element in den erfolgreichen Geschichtsdokus der „Geschichte Mitteldeutschlands“. Schauspieler wie Ulla-Maria Schlegelberger als die junge Käthe Kruse zeigen in diesen Szenen, wie sich die Geschichte wahrscheinlich tatsächlich zugetragen hat. So wird die Historie lebendig und unmittelbar erlebbar.

Und Käthe Kruse hat einen faszinierenden Lebenslauf. „Käthe Kruse ist eine herausragende Person Anfang des 20. Jahrhunderts, weil sie es geschafft hat, aus ärmlichsten Verhältnissen kommend zu einer der größten und bedeutendsten Unternehmerinnen Mitteldeutschlands zu werden“, erklärt Reichelt. Und so ist die berühmte Puppenmacherin eine der fünf Personen, die in der neuen Staffel der „Geschichte Mitteldeutschlands“ im Herbst vorgestellt werden. 

 

Pressemitteilung © SAXONIA ENTERTAINMENT GmbH 6/2010