Geschichte Mitteldeutschlands - 2017

Margot Honecker und die verbotene Liebe

Sendetermin: 06.08.2017, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN

Stark, hart und unnahbar. Verehrt und den einen, gefürchtet von den anderen: Margot Honecker. ZK-Mitglied, Ministerin für Volksbildung und Gattin des Generalsekretärs. In den 70er, 80er Jahren ohne Zweifel die mächtigste Frau der DDR. Eine Frau mit sozialistischer Bilderbuchkarriere. Intelligent und attraktiv. Eine Frau, die der Partei treu ergeben ist und sich strikt an deren Regeln hält… Mit einer Ausnahme: ihrer Liebe zu Erich Honecker. Einer verbotenen Liebe, die ihr nicht nur den Hass ihrer Konkurrentin einbringt, sondern auch den Zorn vieler Genossen. Einer Liebe, die ihre Karriere fast schon beendet, bevor sie richtig beginnt.

Die Geschichte führt zurück in die Zeit, in der Margot Honecker noch auf den Namen Margot Feist hört. Sie beginnt im Jahr 1946, dem ersten Nachkriegsjahr, in dem die 19jährige Hallenserin ihre berufliche Laufbahn als Funktionärin der Freien Deutschen Jugend startet. Es ist das Jahr, in dem sie FDJ-Chef Erich Honecker kennenlernt, wie auch dessen Stellvertreterin und spätere Ehefrau Edith Baumann. Er, schon bald ihre große Liebe. Sie, ihre Widersacherin im Kampf um den Geliebten.

Vor der Kulisse des sich entwickelnden Jugendverbandes der werdenden DDR beginnt ein Drama voll Liebe und Hass, voll Hoffnung und Verzweiflung, gespickt mit Intrigen und dunklen Machenschaften. Ein Lehrstück in Sachen Doppelmoral, das uns die starke und scheinbar unnahbare Hauptheldin näher bringt, sie von ihrer verletzlichen Seite zeigt. Es ist die Entdeckung des Menschen Margot Honecker in einer Zeit, als von der mächtigen und gefürchteten „Frau Minister“ noch keine Rede ist.


Buch/Regie: Steffen Jindra

Regie Spielszenen: Saskia Weisheit

Kamera: Torbjörn Karvang/ Johannes Praus, bvk

Schnitt: Henrik Fehse

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Besetzung: Maria Rölcke, Cornelia Mareth

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producerin: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Karoline Teska als Margot Feist (Honecker)
Christian Näthe als Erich Honecker
Anjorka Strechel als Edith Baumann

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander


Karl Marx - Staatsfeind Nr. 1

Sendetermin: 13.08.2017, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN

Gut 200 Jahre nach dem Karl Marx in Trier geboren wurde, feiert der Philosoph ein überraschendes Comeback. Seine fundamentale Kapitalismuskritik scheint im Schatten von Globalisierung und digitaler Revolution plötzlich wieder hochaktuell.

Doch wer war der Mann eigentlich, unter dessen Konterfei im 20. Jahrhundert rote Diktatoren ihre Völker kujonierten? Während Marx im Osten zum unfehlbaren Heros stilisiert und alle pikanten Details seiner Biografie unter den Teppich gekehrt wurden, galt er im Westen jahrzehntelang als Unperson.

Höchste Zeit also, sich den Menschen Marx einmal genauer anzuschauen.

In einer aufwendig produzierten Dokumentation begeben wir uns auf die Spuren des Philosophen. Gestützt auf private Briefe, auf Geheimdienstdossiers und die Spitzelberichte des preußischen Innenministeriums zeichnen wir das spannende Porträt eines vom Schicksal schwer gebeutelten Visionärs. Marx Leben gleicht einer Achterbahnfahrt. Zeitlebens zwischen Euphorie und Depression schwankend, ist er ein Genie mit vielen Macken: Geldverschwender, Macho und Ehebrecher, Dandy und Zocker aber auch Herzensbrecher, Kindernarr, einfühlsamer Poet und - last but not least – der wohl wirkungsmächtigste Philosoph, denn die Welt bis heute gesehen hat.


Buch/Regie: André Meier

Regie Spielszenen: Saskia Weisheit

Kamera: Torbjörn Karvang/ Johannes Praus, bvk

Schnitt: Thomas Kleinwächter

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Besetzung: Maria Rölcke, Cornelia Mareth

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producerin: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Kai Schumann als Karl Marx
Thomas Chemnitz als Wilhelm Stieber
Nele Niemeyer als Jenny Marx

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander


Leni Riefenstahl - Die Diva und die Stasi

Sendetermin: 20.08.2017, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN

Leni Riefenstahl war die gefeierte Filmregisseurin im Dritten Reich. Ein Weltstar.  Für Adolf Hitler erschafft sie die Bilder, die er haben will: Bilder einer Herrenrasse, Bilder eines Erlösers, der seinem gigantischen Reich Heil bringen würde. Ihrer Karriere opfert sie alles, auch ihre Moral. Der Pakt mit Hitler wird Riefenstahl nach dem Krieg zum Verhängnis. Dem beispiellosen Höhenflug folgt ein grenzenloser Fall. In der Nachkriegszeit wird sie von ihren Kollegen und alten Freunden gemieden. Auch  die Besatzungmächte verfolgen argwöhnisch ihr Tun. Im Westen soll sie vor Spruchkammern ihre Unschuld beweißen. Im Osten kommen ihre Bilder auf den Index und bereits vor der Gründung der DDR sammelt ein Vorläufer der Staatssicherheit Unterlagen über sie. Wertvolles Material, um sie später zu belasten. Bis zur ihrem Tod kämpft Riefenstahl vor Gerichten und in den Medien um Anerkennung, Ruhm, Geld und Ehre. Andere erfolgreiche Nazi – Filmkünstlern wie Heinz Rühmann oder Veit Harlan fassen nach 1945 rasch wieder Fuss. Doch Riefenstahl wird die Ausgestoßene der Bundesrepublik. Ist sie der Sündenbock, der stellvertretend für die Deutschen Verantwortung übernehmen soll? Der Konsens des Schweigens und des Wegschauens, auf den Millionen Deutsche ihre Zukunft bauen, gilt nicht für Leni Riefenstahl. Weshalb das so ist, ergründet die GMD-Dokumentation „Leni Riefenstahl – Die Karrieristin“.


Buch/Regie: Annette Baumeister

Regie Spielszenen: Saskia Weisheit

Kamera: Torbjörn Karvang/ Johannes Praus, bvk

Schnitt: Patrick Basedow

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Besetzung: Maria Rölcke, Cornelia Mareth

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producerin: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Beate Maes als Leni Riefenstahl
Robert Glatzeder als Anwalt Alfred von Seefeld

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander


Elisabeth von Rochlitz - Agentin der Reformation

Sendetermin: 27.08.2017, 20.15 Uhr, MDR FERNSEHEN

Im Februar 1546 stirbt Martin Luther. Nur wenige Monate nach seinem Tode ist die Lage der Protestanten im Deutschen Reich so gefährdet, wie nie zuvor. Der katholische Kaiser will die Glaubenseinheit im Reich wiederherstellen und so kommt es bereits Mitte des Jahres 1546 zum Krieg. Gegen den Kaiser haben sich einige protestantische Landesherren und Reichsstädte im sog Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen – einzige Frau dabei ist Elisabeth von Rochlitz. Als überzeugte Protestantin entschließt sich zu einem riskanten Schritt: sie wird geheime Agentin des neuen Glaubens. Ihre engen Verwandtschaftsbeziehungen in das katholische Lager nutzt sie zur Informationsbeschaffung – auch wenn sie damit ihren Neffen, Moritz von Sachsen, hintergehen muss. So baut sie ihren Witwensitz, das Schloss Rochlitz, zur Zentrale eines Agentenringes aus und entwickelt sogar eine Geheimschrift. Ihre Geschichte über Glauben, Vertrauen und Verrat gibt einen Einblick in die Zeit, als der protestantische Glauben in Deutschland noch umkämpft war.


Buch/Regie: Gabriele Rose

Kamera: Torbjörn Karvang/ Johannes Praus bvk

Schnitt: Tim Sprado

Musik: Philipp E. Kümpel/ Andreas Moisa

Besetzung: Maria Rölcke, Cornelia Mareth

Produktionsleitung: Sascha Beier

Producer: Katrin Thomas

Produzentin: Simone Baumann

Besetzung:
Anja Schneider als Elisabeth von Rochlitz
Loris Kubeng als Moritz von Sachsen

Länge: 45 min.

Fotos: Andreas Lander