Lebensretter Flut Thüringen/Teil 2 – Sdg. 02.04.2020

Stadtarchiv Bad Berka

Im März 1981 kommt es in weiten Teilen der DDR nach vorheriger Schneeschmelze zu starken Niederschlägen, die Flüsse und Bäche anschwellen und schließlich über die Ufer treten lassen.

Im thüringischen Bad Berka wird aus dem Flüsschen Ilm eine bedrohliche Gefahr für Leib und Leben und die Feuerwehrkameraden um Wolfgang Wambutt haben alle Hände voll zu tun. Sogar ein sowjetischer Schwimmpanzer kommt zu Hilfe geeilt und Wolfgang Wambutt navigiert die sowjetischen „Freunde“ durch Bad Berka.

Mitte April 1981, gut dreizehn Jahre später, sorgen ähnliche Witterungsbedingungen wie 1981 für ein Jahrhundertwasser in weiten Teilen Thüringens und Sachsen-Anhalts. Ab 13.04.1994 steigt das Wasser wieder an und auch die Ilm hält es nicht in ihrem Flutbett. Familie Unbehaun, die bereits das Hochwasser von 1981 miterlebt haben, können ihr Haus nicht mehr verlassen und müssen sich entscheiden, dass zumindest ihre Tochter per Schlauchboot evakuiert wird. Neben ihrem Haus löst sich auch noch ein Gastank und treibt bedrohlich auf die Häuser zu.

In Unterweißbach, das ebenfalls in Thüringen liegt, bedroht ebenfalls ein freischwimmender Gastank die Bewohner des Orts. Der Gastank entzündet sich schließlich selbst, aber es kommt zu keiner Explosion. Die Feuerwehrleute um Einsatzleiter Frank Stöckel sind pausenlos im Einsatz, doch leider verliert trotzdem ein Mann in den Fluten sein Leben.

Moderation: Sven Voss

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